R. Du, Herr, hast uns erschaffen,
Und unser Herz ist ohne Ruhe,
Bis es ruht in
Dir, o Gott !
1. Wie der Hirsch nach frischem Wasser lechzt,
So lechzt meine Seele, Gott, nach dir allein.
Sie hat Durst nach dir, dem lebend’gen Gott.
Wann darf kommen ich und dein Antlitz schaun ?
2. Tränen warn mein Brot bei Tag und auch bei Nacht.
Ständig sagt man mir : Wo ist nun dein Gott ?
Seufzend denk ich dran, wie ich einst froh ging,
Jubelnd und mit Dank hin zu Gottes Haus.
3. Warum, meine Seele, bist du so betrübt,
So unruhig in mir ? Harre doch auf Gott !
Danken will ich ihm, meinem Herrn und Gott.
Er hat mich erlöst, auf ihn schaue ich !
4. Nichts ist dir verborgen, du kennst meinen Weg.
Tags ruf ich zu dir : Herr, errette mich !
Nachts fleh ich zu dir, singend bete ich :
Gott, du bist mein Fels : lass mich nicht allein !
5. Sende deine Wahrheit, dein Licht schenke mir,
Dass sie zeigen deine Wohnung mir, o Herr.
Freudig stehe ich am Altar des Herrn.
Jauchzend künde ich : Gott, du bist mein Gott !
Originaltitel (FR) : Tu nous as faits pour toi, Seigneur (B)
© 1990, Éditions de l’Emmanuel, 89 boulevard Blanqui, 75013 Paris
Übersetzung : © 1990, Gemeinschaft Emmanuel, Kolbergstraße 4, 84503 Altötting